WFÜNF Wohn-Immobilien GmbH Projektentwicklung von Wohnimmobilien
Fast 1.000 Wohneinheiten in den Akten, und das Backup stand offen
Baupläne, Kaufverträge und Käuferunterlagen liegen im eigenen Haus, und sie werden noch Jahre nach dem Einzug gebraucht. Im alten Sicherungssystem konnten Dritte darauf zugreifen.
- Kunde
- WFÜNF Wohn-Immobilien GmbH, Walldorf
- Bisher realisiert
- nahezu 1.000 Wohneinheiten
- Aufgabe
- Serverlandschaft, Virtualisierung, Backup
- Seit Übernahme der Betreuung
- kein Systemausfall
Eine Umgebung, die lief, und eine Sicherung, die zu viel zuließ
Die IT von WFÜNF war über die Jahre mitgewachsen. Sie lief auf Serverhardware, die ihre beste Zeit hinter sich hatte, virtualisiert wurde mit VMware, gesichert mit Veeam, beides lizenzpflichtig. Auf sämtlichen virtuellen Maschinen arbeitete Windows Server 2016. Akut kaputt war daran nichts, und genau das macht solche Umgebungen tückisch: Sie tragen den Alltag zuverlässig, bis der Tag kommt, an dem sie es nicht mehr tun, und bis dahin gibt es selten einen Anlass, sie anzufassen.
Der ernste Befund lag an einer Stelle, an der man ihn selten sucht: in der Datensicherung. Das eingesetzte Backupsystem war so beschaffen, dass Dritte auf die gesicherten Daten zugreifen konnten. Ein Backup ist die vollständigste Kopie eines Unternehmens, die es überhaupt gibt, alles an einem Ort, ohne die Zugriffsbeschränkungen der laufenden Systeme. Wer die Sicherung hat, braucht die Server gar nicht mehr.
Bei einem Bauträger wiegt das besonders schwer. WFÜNF entwickelt Neubauwohnungen, vermarktet sie und vermittelt die Endfinanzierung mit. In den Akten liegen deshalb nicht nur Baupläne, Abnahmeprotokolle und Nachweise zum Energiekonzept, sondern auch Kaufverträge und Finanzierungsunterlagen privater Käufer. Diese Unterlagen sind mit der Schlüsselübergabe nicht erledigt: Rückfragen zu Gewährleistung, Haustechnik und Objektdokumentation erreichen den Entwickler noch Jahre später. Die Referenzliste des Unternehmens reicht bis 2011 zurück, der Datenbestand wächst mit jedem Projekt und wird nie kleiner.
Erst der Unterbau, dann die Plattform, dann die Sicherung
Der Anfang war unfreiwillig konkret. Schon bei der Bestandsaufnahme fiel eine defekte Serverfestplatte auf, die umgehend getauscht wurde. Solche Funde sind typisch für eine Übernahme: Nicht die geplanten Vorhaben stehen am Anfang, sondern das, was ohnehin fällig war und bisher niemandem aufgefallen ist.
Der erste Schritt war die Hardware. Die alten Geräte wurden durch professionelle Server im 19-Zoll-Rackformat abgelöst, also durch Technik im genormten Schrankmaß, für die es Ersatzteile, definierte Wartungswege und Fernwartung gibt. Dazu kam eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Der Grund dafür ist unspektakulär und trotzdem entscheidend: Ein Stromausfall mitten im Schreibvorgang ist eine der wenigen Arten, auf die ein Unternehmen Daten verliert, ohne dass jemand einen Fehler gemacht hat.
Als Virtualisierung setzen wir seither Proxmox ein. Virtualisierung heißt, dass mehrere voneinander getrennte Server als Software auf wenigen physischen Geräten laufen, was Umzüge, Tests und Wiederherstellungen erheblich vereinfacht. Der Wechsel weg von VMware und Veeam hin zu quelloffenen Lösungen hatte zwei Gründe. Der offensichtliche sind die Lizenzkosten, die dadurch deutlich gesunken sind. Der zweite ist Beweglichkeit: Eine offene Plattform bindet den Betrieb nicht an das Produkt- und Preismodell eines einzelnen Herstellers, und für ein Unternehmen, dessen Datenbestand über Jahrzehnte lesbar bleiben muss, ist das mehr als eine Kostenfrage.
Der dritte Teil war die Sicherung. Sie wurde mit Dasion Backup neu aufgesetzt, und damit war die Zugriffsmöglichkeit für Dritte geschlossen. Parallel dazu haben wir sämtliche virtuellen Maschinen von Windows Server 2016 auf Windows Server 2022 gehoben. Das klingt nach Routine, ist aber die Voraussetzung dafür, dass Sicherheitsupdates überhaupt noch erscheinen. Ein Serverbetriebssystem, für das der Hersteller keine Korrekturen mehr liefert, wird mit jedem Monat angreifbarer, ohne dass sich im Alltag irgendetwas verändert.
Ein Nebeneffekt betrifft die Kosten. Virtualisierung und Sicherung liefen vorher auf lizenzpflichtigen Produkten. Mit dem Wechsel auf Proxmox entfielen diese laufenden Lizenzen, ohne dass der Betrieb etwas eingebüßt hätte. Für ein Unternehmen dieser Größe ist das kein Rundungsfehler, sondern ein Posten, der jedes Jahr wiederkommt.
Der Unterschied zeigt sich darin, was nicht mehr passiert
Der zweite Unterschied ist weniger sichtbar und mindestens ebenso wichtig. Die Sicherung ist keine offene Tür mehr, sondern ein geschlossener Vorgang, und die Unterlagen abgeschlossener Projekte bleiben abrufbar, auch wenn die letzte Wohnung längst übergeben ist. Für ein Unternehmen, dessen Arbeit sich über Jahre in Dokumenten niederschlägt, ist Verfügbarkeit keine Komfortfrage, sondern die Grundlage dafür, gegenüber Käufern und Behörden auskunftsfähig zu bleiben.
Strom und Wärme aus dem eigenen Gebäude
WFÜNF Wohn-Immobilien ist eine Marke der evohaus GmbH mit Sitz in Walldorf und befasst sich mit der Entwicklung, der Vermarktung und der Endfinanzierungsvermittlung von Neubau-Wohnimmobilien in Ballungszentren. Die Referenzprojekte reichen von neun Reihenhäusern in Stuttgart-Zuffenhausen bis zu 144 Wohneinheiten in Mannheim-Franklin, dazu kommen Vorhaben in Graben-Neudorf, Ötigheim, Weinheim, Brühl und Karlsruhe. Insgesamt sind auf diesem Weg nahezu 1.000 Wohneinheiten entstanden.
Ähnliche Aufgabe im Haus?
Wenn Sie vor einer vergleichbaren Aufgabe stehen, schauen wir uns die Lage an und sagen ehrlich, was sich lohnt.