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Kleintierpraxis Neulußheim Tierarztpraxis mit eigener Bildgebung

Wenn Anmeldung, Volumentomograph und Abrechnung am selben Netz hängen

Die Kleintierpraxis Neulußheim diagnostiziert im eigenen Haus, vom Blutbild bis zum Volumentomographen. Der komplette Sprechstundenbetrieb läuft deshalb über wenige zentrale Systeme.

Branche
Kleintierpraxis mit Schwerpunkt Tierzahnheilkunde
Standort
Neulußheim, Raum Heidelberg
Team
rund 23 Personen, davon sechs Tierärztinnen
Betreute Systeme
rund 14, Virtualisierung auf zwei Knoten
Die Ausgangslage

Alles hängt zusammen: Anmeldung, Bildgebung, Abrechnung

Die Praxis ist über drei Jahrzehnte gewachsen. Gegründet 1995, ab 2004 personell erweitert, seit 2019 gemeinsam geleitet und seit Januar 2020 in neuen Räumen. Heute arbeiten dort rund 23 Menschen, verteilt auf Behandlungs- und Untersuchungszimmer, OP, Ultraschallraum, Labor, Röntgenabteilung und mehrere Stationen. Jeder dieser Räume hat einen Arbeitsplatz, und fast jeder dieser Arbeitsplätze greift auf dieselben zentralen Daten zu.

Genau daraus entsteht das Risiko. In einer Praxis sind Praxisverwaltung, Bildgebung und Abrechnung keine getrennten Welten, sondern eine Kette: Die Verwaltung führt Termin und Patientenakte, die Bildgebung schreibt Aufnahmen in diese Akte, die Abrechnung liest sie wieder aus. Steht das zentrale System still, fällt nicht eine Abteilung aus, sondern die Sprechstunde. Vorbefunde sind nicht einsehbar, eine Aufnahme lässt sich nicht zuordnen, und beim Entlassen des Tieres fehlt die Rechnung.

Dazu kommt ein enges Zeitfenster. Sprechstunde ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, danach übernimmt ein Notfalldienst. Wartung, Updates und Umbauten müssen also in die Randzeiten passen, ohne dass am nächsten Morgen etwas fehlt. Und weil die Praxis wegen ihrer Spezialisierung überregional besucht wird, ist ein Termin, der technisch bedingt verschoben werden muss, für den Tierhalter mehr als eine verlorene halbe Stunde.

Die Lösung

Zwei Knoten, damit Wartung keine Betriebspause ist

Am Anfang steht der Unterbau. Die Serversysteme der Praxis laufen nicht mehr auf einzelner Hardware, sondern virtualisiert auf einem Proxmox-Cluster aus zwei Knoten. Virtualisiert heißt: Ein Server ist keine Kiste mehr, sondern eine Datei, die auf jedem der beiden Knoten starten kann. Genau darin liegt der Zweck der zweiten Maschine. Fällt ein Knoten aus oder wird er für Updates heruntergefahren, muss die Praxis nicht warten, bis er wieder da ist. Für einen Betrieb mit fester Sprechzeit ist das der entscheidende Unterschied zwischen planbarer Wartung und einer Störung mit Wartezimmer.

Darauf laufen zwei Windows Server 2025, die die praxisseitigen Serverdienste tragen, dazu rund ein Dutzend Arbeitsplätze auf einem einheitlichen Windows-11-Stand. Die Entscheidung für die aktuelle Serverversion ist bewusst getroffen: Sie verschafft der Praxis einen langen Zeitraum, in dem kein erzwungener Versionswechsel mitten im laufenden Betrieb ansteht. Ergänzt wird das durch Netzwerk- und Zugriffsmanagement, also die Frage, welcher Arbeitsplatz und welche Rolle überhaupt an welche Daten kommt. In einer Praxis mit Patientenakten ist das nicht nur Ordnung, sondern Datenschutz.

Der dritte Baustein ist der Betrieb selbst. Dazu gehören eine Backup- und Wiederherstellungsstrategie, ein Sicherheits- und Updatekonzept sowie laufende Wartung und Support. Die Systeme werden überwacht, damit eine Störung schneller eingegrenzt werden kann, statt erst am Tresen aufzufallen. Updates werden geplant und außerhalb der Sprechzeit eingespielt, was durch den Cluster überhaupt erst ohne Betriebsunterbrechung möglich ist. So bleibt die IT im Hintergrund, und das Team kann sich auf Patienten und Betreuung konzentrieren.

2 Knoten
Proxmox-Cluster
Virtualisierungsunterbau, ausgelegt darauf, dass die Wartung oder der Ausfall eines Knotens den Praxisbetrieb nicht anhält.
rund 14
Betreute Systeme
Server und Arbeitsplätze, die unter laufender Wartung, Überwachung und Updatepflege stehen.
2
Windows Server 2025
Aktueller Serverstand für die praxisseitigen Dienste, damit auf Jahre kein Versionswechsel im laufenden Betrieb erzwungen wird.
Das Ergebnis

Die IT fällt im Alltag nicht mehr auf

Der sichtbarste Effekt ist, dass nichts sichtbar ist. Die Praxis arbeitet auf einer Umgebung, in der Wartung angekündigt und terminiert wird, statt sich als Ausfall anzukündigen. Meldet das Team eine Störung, ist die Umgebung so strukturiert und dokumentiert, dass sich das Problem eingrenzen lässt, ohne vorher zu klären, wie die Systeme überhaupt zusammenhängen. Das verkürzt Reaktionszeiten spürbar, und zwar an der Stelle, an der es zählt: zwischen zwei Patienten.

Der zweite Effekt wirkt langfristig. Eine Praxis, deren Diagnostik von digitalem Röntgen über Zahnröntgen bis zum Volumentomographen reicht, produziert stetig mehr Daten und braucht sie stetig länger. Der jetzige Unterbau ist so gebaut, dass Wachstum eine Planungsfrage bleibt und keine Neuanschaffung unter Zeitdruck erzwingt. Weitere Digitalisierungsschritte setzen damit auf einer Basis auf, die bereits im Betrieb bewiesen hat, dass sie trägt.

Über den Kunden

Eine Praxis, die ihre Diagnostik im eigenen Haus behält

Die Kleintierpraxis Neulußheim liegt in der Waghäuseler Straße im Raum Heidelberg und besteht seit 1995. Seit 2019 wird sie von Dr. Janke und Dr. Pföhler gemeinsam geführt, seit Januar 2020 in neuen Räumen. Zum Team gehören zwei Inhaberinnen, vier weitere fest angestellte Tierärztinnen, eine regelmäßig unterstützende Herzspezialistin sowie zehn Tiermedizinische Fachangestellte, vier Auszubildende und zwei Reinigungskräfte.

Das Besondere ist die Tiefe der eigenen Diagnostik. Dr. Pföhler ist zertifizierte DGT-Tierzahnärztin und nach Angaben der Praxis die einzige im Bereich Rhein-Neckar-Kreis, Heidelberg und Odenwald. Dazu gehören eine eigene Zahneinheit für Extraktionen, Zahnsteinentfernung, Füllungen und Wurzelbehandlungen, spezialisiertes Zahn- und Kieferröntgen sowie ein hochauflösender digitaler Volumentomograph. Ergänzt wird das durch ein Praxislabor, Herzultraschall mit Farbdoppler, EKG, Endoskopie und Narkoseverfahren mit vollständigem Monitoring der Vitalparameter. Fast jeder dieser Schritte endet in derselben digitalen Patientenakte, und genau deshalb ist die IT hier kein Nebenschauplatz.

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